#No More Bodyshaming – So schließt du Frieden mit deinem Körper
Bodyshaming ist in aller Munde und die Bewegung groß, gemeinsam gegen das scharfe Urteilen von Körperformen anzugehen. Das ist gut so, aber hast du schon einmal daran gedacht, bei dir selbst damit anzufangen?
Ich hasse meine Beine
Ja, ich finde meine auch nicht sonderlich schön. Ändern sie sich durch diese Ablehnung? Wohl kaum. Genau so, wie meine Nase, meine hängenden Brüste, meine Körpergröße und alles andere, was mir manchmal den Tag vermiest. Ich muss meinen Körper aber nicht lieben, um Dankbarkeit für seine unermüdliche Leistung zu verspüren. Eine Prise „Who cares?“ kommt noch hinzu.
Wie oft stehst du vor dem Spiegel und kritisierst vermeintliche Schwachstellen an dir? Lehnst Körperteile von dir ab, ignorierst sie sogar? Das Ende vom Bodyshaming sollte bei dir selbst anfangen, denn wie willst du andere in ihrem Selbstbild stärken, wenn du selbst an dir scheiterst?

#NoMoreBodyshaming – Vor allem nicht von dir. Gegen dich selbst.

Übe dich in Dankbarkeit
Es geht hier nicht um Selbstliebe, denn diese finde ich mehr als fragwürdig. Ich muss mich nicht super-duper-Affen-Ti**en-Geil finden, um Frieden zu finden. Sondern ich höre sehr bewusst auf mit dem Scheiß. Anders kann ich es gar nicht sagen. Es ist geistiger Dünnpfiff, Blödsinn, Hirngespinste, die dein Gemüt vernebeln und mit sinnlosen Bremsen belegt. Du bremst dich selbst, indem du Sachen an dir kritisierst, die sich so schnell nicht ändern können oder überhaupt müssen.
Machen dich schlankere Beine liebenswerter? Ändert eine kleinere Nase deine Karriere? Hat sich dein/e Partner/in in deine wunderschöne Seele und deine herzlichen Augen verliebt, oder in die knackigen Brüste von früher, die jetzt eben ein paar mehr Geschichten zu erzählen haben?

Ich habe eine Hausaufgabe an dich
Nachdem du diesen Artikel gelesen hast, wende dich an einen geliebten Menschen – Partner, Freundin, Kind. Frage diese Person, was sie am meisten an dir liebt. Was fällt ihr als erstes an dir auf? Was macht dich in ihren Augen aus?
Du wirst Pippi in den Augen haben, wenn du hörst, dass niemals nie nie nie eine Antwort etwas mit Lipödem, Beinen, Krankheiten oder großen Nasen zu tun hat. Sondern es werden bedeutende Komplimente auf dich herabregnen mit so vielen rührenden Eigenschaften, die du in dir vereinst und vielleicht sogar schon vergessen hast.

Lass deinem Körper den Frieden
Und jetzt ist Schluss mit dem Bodyshaming. Du bist alles und so viel mehr, als eine Krankheit, als Beine oder als eine Nase. Du bist so wundervoll in deiner Art, dass du das alles überstrahlen kannst, wenn du nur aufhörst, darüber nachzudenken.
Ich mag dich so, wie du bist.
Vielen Dank für die meisterlichen intimen Bilder an meine wundervolle Fotografin und Freundin Michaela Kern.


Dieser Artikel ist in Kooperation mit medi entstanden.
Bilder: Michaela Kern
Wer bloggt hier: Caroline Sprott

Caroline Sprott ist nicht nur eine bekannte Lipödem-Betroffene, sondern auch Autorin, Vortragsrednerin, Kompressionsmodel, Podcast-Moderatorin und inspiriert seit vielen Jahren als motivierende Healthfluencerin in den sozialen Medien tausende von Flachstrick-Heldinnen. Statt sich von ihrer Erkrankung Lipödem entmutigen zu lassen, nutzt sie ihre jahrelange Erfahrung, um anderen auf verschiedensten Plattformen Mut zu machen und Bewusstsein für diese oft missverstandenen Krankheiten zu schaffen. Bekannt für ihr herzliches und ehrliches Engagement für Menschen mit Lip- und Lymphödemen, ist sie zu einer wichtigen Stimme in der Community geworden. Die „Power Sprotte“, wie sie sich selbst nennt, betreibt die umfangreichste patientengeführte Website für Menschen, die eine Kompressionsversorgung tragen, und einen Online-Shop für alles, was man für ein gutes Selbstmanagement braucht.
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