Meine Morgenroutine mit Kompression: Wie Anziehhilfen mir Zeit zurückgeben
5:40 Uhr. Der Wecker klingelt. Noch verschlafen starte ich in meinen Tag – doch bevor ich überhaupt an Zähne putzen denken kann, wartet die erste Herausforderung: meine Flachstrick-Kompressionen für meine Arme und Beine. Denn ohne sie würde ich meinen Alltag mit Lipödem nicht bestreiten können.
Als ich 2010 mit der Kompressionstherapie begann, wusste ich gar nicht, was da so auf mich zukommen würde. Schnell habe ich jedoch gemerkt, dass mich dieses Morgenritual kostbare Zeit am Morgen kostete, die ich eigentlich anders investieren wollte. Was für andere ein simples Anziehen von Strümpfen ist, entwickelte sich für mich zu einem kraftraubenden 20-Minuten-Kampf. An schlechten Tagen und im Sommer kostet das nicht nur enorme Kraft, sondern auch endlose Geduld. Du kennst das bestimmt, oder?

Oft war ich nach diesem täglichen Kraftakt bereits erschöpft, bevor mein Tag überhaupt richtig begonnen hatte. Irgendwie musste das doch besser gehen.
Also sprach ich mit meinem Sanitätshaus
Wenn du mich schon länger kennst, weißt du, wie sehr ich dir ans Herz lege, mit deinem Sanitätshaus auch abseits einer neuen Verordnung über deine Versorgung zu sprechen und das, was du so in ihr erlebst. Denn wo, wenn nicht im Fachhandel, könnte eine befreiende Lösung zum Greifen nah sein?
„Wissen Sie, mit den richtigen Anziehhilfen, könnten Sie diese Zeit auf ein Minimum reduzieren.“
Ach was, so etwas gibt’s? Sie zeigte mir ein paar verschiedene Modelle und ich nahm einfach mal eines mit. Was hatte ich schon zu verlieren? Am nächsten Tag probierte ich meinen ersten medi Butler aus und ja, das Gestell sieht zu für dich vielleicht noch etwas wild aus, aber bis heute – 15 Jahre Leben mit Kompression später – ist er mir ein richtig guter Therapiebegleiter. Ich persönlich nutze in für meine Armkompression, weil ich oft dazu neige, zu viel Kraft aufzuwenden und mir dann selbst ein blaues Auge zu hauen.
Wenn du dich darin also wiedererkennst, … nein, es liegt nicht an dir. Wir beide haben einfach zu viel Spinat gegessen. 😉






Unterwegs hab ich noch weniger Zeit
Seit meinen vielen Lesungen stellen mich Reisen vor eine neue Herausforderung: Wie behalte ich meine effiziente Morgenroutine bei (denn so viel Zeit bleibt mir sonst nicht für meine Selbstfürsorge), ohne alles Mögliche im Koffer transportieren zu müssen? Meine persönliche Lösung war der medi 2in1 – eine Anziehhilfe für das Bein, die sie sich ganz easy falten lässt.
Hier habe ich dir ein Video herausgesucht, in dem du die Anwendung auch nochmal in Bewegtbild siehst.










Lass dich mal im Sanitätsfachhandel beraten, welche Kombination für deine persönliche Situation und deinen Strumpf am praktikabelsten ist. Denn nicht nur im Alltag, sondern auch bei Immobilität, während einer Schwangerschaft, nach den Liposuktionen oder wenn du an den Händen Einschränkungen hast, kann so eine Anziehhilfe wirklich erleichternd sein.
Und denke daran, ich bin nicht besonders gut in Mathematik, aber die Zeit, die du dir durch effizientes Anziehen gewinnst, summiert sich zu Stunden, Tagen und letztendlich Wochen deines Lebens. Anziehhilfen geben dir diese Zeit zurück – für mehr Entspannung, weniger Stress und einen Tag, der nicht mit Frustration beginnt, sondern mit einem zufriedenen Lächeln über die gewonnenen Minuten, die du für richtig schöne Dinge im Leben nutzen kannst.
Dieser Artikel ist in Kooperation mit medi entstanden.
Bilder: Michaela Kern
Wer bloggt hier: Caroline Sprott

Caroline Sprott ist Pionierin der Lipödem-Community. 2011 zeigte sie sich als erste Person weltweit in Kompression auf Instagram. Heute inspiriert sie als Autorin, Speakerin und Podcast-Hosterin tausende Betroffene. Mit ihrem Blog Powersprotte, dem Mutmaschen-Podcast und zwei Büchern prägt sie die Lymphologie mit Herzlichkeit und Humor. Seit über 10 Jahren arbeitet sie eng mit medi zusammen und ist Brückenbauerin zwischen Patienten und Fachschaft. Ihre Mission: Menschen mit Lipödem und Lymphödem zeigen, dass sie alles haben, um trotz chronischer Diagnose glücklich zu sein.
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